Por­trait­se­rie: 3 Fra­gen an Ber­li­ner Aktivist*innen

Cor­ne­lia Fleck

#sicht­bar­so­li­da­risch

Credit: Foto Omar Akahare

Cornelia Fleck #sichtbarsolidarisch

Sicht­bar soli­da­risch! Lesbisch*.Sichtbar.Berlin stellt 3 Fra­gen an Ber­li­ner Aktivist*innen. Die Viel­falt und die lange Geschichte des les­bi­schen* und quee­ren Akti­vis­mus in Ber­lin beruht auf dem gro­ßen Enga­ge­ment vie­ler Men­schen. Mit unse­rer Por­trait­se­rie möch­ten wir einige von ihnen würdigen.

 

Name: Cor­ne­lia Fleck

 

Kurz­vor­stel­lung

Mein Name Cor­ne­lia Fleck, in den 1990ern habe ich mich in Ber­lin ver­knallt und bin 2000 end­lich in diese Stadt gezo­gen. Ich bin Trai­ne­rin für Per­for­mance und Par­ti­ci­pa­tion, arbeite frei­be­ruf­lich vor allem in der poli­ti­schen Bil­dung mit dem Schwer­punkt Anti­dis­kri­mi­nie­rung und bin als selbst ernannte Plea­sure-Akti­vis­tin per­ma­nent auf der Suche nach künst­le­ri­schen Inter­ven­tio­nen. Gemein­sam mit ande­ren lus­ti­gen Les­ben haben wir das Akti­ons­bünd­nis Sum­mer of Queer­ful­ness gegrün­det. Im März 2022 ver­öf­fent­lichte ich im Quer­ver­lag dazu das Queer­ful­ness-Mani­fest. Außer­dem bin ich Vor­sit­zende der Tra­ves­tie für Deutsch­land und ambi­tio­nierte Baby-Tunte.

 

Was bedeu­tet les­bi­sche* Sicht­bar­keit für dich?

Da Frauen tra­di­tio­nell ihre Sexua­li­tät abge­spro­chen wurde, wur­den wir Les­ben selbst aus his­to­ri­schen Homo­pho­bien aus­ge­schlos­sen und in die Unsicht­bar­keit ver­bannt. Heute sind wir das unspek­ta­ku­läre, unschein­bare und somit unat­trak­tive L im Buch­sta­ben­sa­lat und in Hete­ro­kon­tex­ten wird mir als Lang­haarlesbe gern Hete­ro­se­xua­li­tät unter­stellt. Les­bi­sche Sicht­bar­keit heißt für mich, Gestalt anzu­neh­men, das L aus dem Salat zu fin­gern und auf so viele Brote als mög­lich zu schmie­ren. Creamy and spicy!

 

Wel­che Idee wür­dest du gerne verwirklichen?

Ich hätte gerne ein Com­mu­nity Buil­ding, in dem per­son genau das prak­ti­zie­ren kann: Com­mu­nity buil­ding. Mit wech­seln­den Räu­men je nach Bedarf für alle mög­li­chen Grup­pen, einem Soli­da­rity Gym und unzäh­li­gen Buch­sta­ben über­grei­fen­den Work­shops. In die­sem Gebäude gäbe es auch Bet­ten für queere Not­la­gen, New­bie Din­ner für Neu-Berliner*innen oder frisch­ge­ba­ckene Queers, ein Queer Sur­vi­val Trai­ning für Alle, eine super­nette 24/7 Rezep­tion ähn­lich wie Awa­reness Teams auf trans­for­ma­ti­ven Fes­ti­vals und eine Zen­trale, die an alle kom­pe­ten­ten Stel­len der Stadt wei­ter ver­wei­sen kann.

 

Deine Wün­sche an die Ber­li­ner LSBTIQ*-Community…

Lasst uns ver­wund­bar blei­ben und wunderbar!

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