Das Projekt

Kurz-Version

Les­bisch* Sicht­bar. Ber­lin. ist ein von der Senats­ver­wal­tung für Jus­tiz, Ver­brau­cher­schutz und Anti­dis­kri­mi­nie­rung geför­der­tes Pro­jekt des RuT e.V. zur Ver­net­zung der L*-Com­mu­ni­ties und Les­ben* in Ber­lin. Das Struktur­projekt erfragt die Bedar­fe und Themen­felder der Pro­jek­te und ent­wickelt im Aus­tausch mit einem Fach­beirat, in Koope­ra­ti­onen, Expert*innen­ge­sprächen sowie mit der LSBTIQ*-Community Maß­nahmen für „les­bische Sicht­bar­keit“ im Sin­ne von gesell­schaft­licher Teil­habe und Aner­kennung.

Lang-Version

Auch wenn Les­ben in der Nen­nung „Les­ben und Schwu­le“ und in der Be­zeich­nung LSBTTIQ* ganz vor­ne ste­hen, sind sie als Grup­pe und als Reprä­sen­tan­tinnen wenig sicht­bar. Dies ist das Er­geb­nis einer struk­tu­rel­len Be­nach­tei­li­gung als mehr­fach­dis­kri­mi­nier­te Per­sonen: als Frau­en und als Homo­sexuel­le. Dabei ist eine selbst­be­stimmte und ‑arti­ku­lierte Sicht­bar­keit es­sen­tiell, um an Res­sour­cen be­tei­ligt und als Grup­pe eigen­stän­dige Aner­ken­nung zu erlan­gen. 

Gleich­zei­tig sind Les­ben* kei­ne homo­gene Grup­pe. Durch unter­schied­liche Zuge­hörig­keiten ent­stehen unter­schied­liche Be­dürf­nisse nach Reprä­sentanz, Teil­habe und Dis­kri­mi­nierungs­freiheit.

Das von der Senats­ver­wal­tung für Jus­tiz, Ver­brau­cher­schutz und Anti­dis­kri­mi­nie­rung geför­der­te Pro­jekt Les­bisch*. Sicht­bar. Ber­lin ini­ti­iert Dialog­pro­zesse mit den diver­sen L*-Com­munities, um Be­darfe zu erfra­gen, zu ver­netzen und Solida­rität unter­einander zu schaf­fen. Aus den Dialog­ergeb­nissen ent­wickelt das Pro­jekt eine Hand­reiche an den Ber­liner Senat, in der Maß­nahmen for­muliert sind, um die struk­turelle Benach­teili­gung von Les­ben* in Com­mu­nity und Zivil­gesell­schaft auf­zu­lösen und mehr Sicht­bar­keit zu schaf­fen.

Dar­über hin­aus wer­den stra­te­gi­sche Partner­schaften mit Ini­ti­at­iven und / oder Ein­rich­tungen auf­ge­baut, die sich an die Grup­pe Frau­en wen­den und An­ge­bote zur Stär­kung und Unter­stützung von Frau­en im All­tag und Berufs­leben an­bieten sowie mit Ini­tia­tiven und / oder Ein­rich­tungen, wo Syner­gie­ef­fek­te in Be­zug auf Inter­sektio­nalität mög­lich sind.

Ein wei­te­res Ziel des Pro­jek­tes ist die Ver­net­zung les­bi­scher* Initia­tiven und Pro­jekte in Ber­lin sowie das Schaf­fen von Alli­anzen insbe­sondere mit den Schwu­len und Trans* Commu­nities in der Stadt.

Im Ein­zel­nen han­delt es sich u.a. um fol­gen­de Projekt­aktivitäten:

- Auf­bau einer Web­seite zur Infor­mation über das Pro­jekt und als Dialog­platt­form für diver­se L*-Commu­nities

- Grün­dung eines Pro­jekt-Fach­bei­rats, beste­hend aus Ver­tre­te­rinnen von RuT, Lesben­beratung / Les­Mi­gras, Les­Le­Fam, TRIQ und LAMBDA, um die Pers­pek­tiven und Erfah­rungen der von die­sen Organi­sationen ver­tre­tenen Ziel­gruppen und deren Bedar­fe bes­ser berück­sichtigen zu kön­nen;

- Durch­füh­rung von Infor­­ma­ti­ons- und Fach­ver­an­stal­tungen, die dem Aus­tausch und Wissens­transfer die­nen

- Ermitt­lung von re­le­van­ten As­pek­ten und Be­rei­chen der les­bi­schen Sicht­bar­keit in o.g. Dia­log­pro­zessen

- Erstel­lung eines For­­de­­rungs- und Maß­nah­men­ka­ta­logs zur Ver­stär­kung les­bi­scher* Sicht­bar­kei­ten und Teil­habe

- Öffentlich­keits­ar­beit, Medien­kon­tak­te

Das Pro­jekt Les­bisch. Sicht­bar. Ber­lin wird bis Ende 2019 von dem Fach­be­reich LSBTI der Senats­ver­wal­tung für Jus­tiz, Ver­brau­cher­schutz und Ant­idis­kri­mi­nie­rung ge­fördert.

Arti­kel aus der L‑MAG vom 28. Febru­ar 2019:

„Einfach nur eine Lesbe in den Vorstand zu wählen, verändert die Strukturen nicht“

Um für mehr Sicht­bar­keit und Teil­ha­be von Les­ben zu sor­gen, wur­de in Ber­lin das neue, senats­ge­för­der­te Pro­jekt „Les­bisch*. Sicht­bar. Ber­lin“ gegrün­det. Wir spra­chen mit Pro­jekt­lei­te­rin Ste­pha­nie Kuh­nen.