Lesbisch*.Sichtbar.Berlin zum IDA­HO­BIT 2021:
Inklu­sion för­dern, Soli­da­ri­tät leben! Das Mani­fest für Sicht­bar­keit und
Teil­habe von LSBTIQ*

Ber­lin, den 17. Mai 2021. Seit 2005 fin­den jedes Jahr am Inter­na­tio­na­len Tag gegen Homo‑, Bi‑, Inter- und Trans­pho­bie (IDA­HO­BIT) welt­weit Aktio­nen statt, die auf die anhal­tende Dis­kri­mi­nie­rung von LSBTIQ* auf­merk­sam machen. Lei­der erfah­ren viele LSBTIQ* auch inner­halb der diver­sen queeren/LSBTIQ*-Communitys, inner­halb der Pro­jekte und Initia­ti­ven Mar­gi­na­li­sie­rung und Teil­ha­be­bar­rie­ren. Mit „Inklu­sion för­dern, Soli­da­ri­tät leben! Das Mani­fest für Sicht­bar­keit und Teil­habe von LSBTIQ*“ setzt ein brei­tes Bünd­nis ein Zei­chen gegen aktu­elle Ent­so­li­da­ri­sie­rungs­pro­zesse und  struk­tu­relle Aus­schlüsse und will inner­halb wie außer­halb der LSBTIQ*Community zu kon­struk­ti­ven Dia­lo­gen um  Teil­ha­be­ge­rech­tig­keit anregen.

Das Mani­fest wurde von Lesbisch*.Sichtbar.Berlin in Zusam­men­ar­beit mit dem Pro­jekt-Fach­bei­rat und dem Pro­jekt-Fach­bei­rat trans ent­wi­ckelt und im Aus­tausch mit Expert*innen aus ver­schie­de­nen Com­mu­ni­tys und mit unter­schied­li­chen Mehr­fach­zu­ge­hö­rig­kei­ten diskutiert.

Die Viel­falt der Ber­li­ner LSBTIQ*-Community ist ein­zig­ar­tig in Deutsch­land. Sie in den eige­nen Struk­tu­ren abzu­bil­den, ist eine Her­aus­for­de­rung, der sich alle Ver­eine, Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven stel­len müs­sen. Die Unter­zeich­nen­den von „Inklu­sion för­dern, Soli­da­ri­tät leben! Das Mani­fest für Sicht­bar­keit und Teil­habe von LSBTIQ*“ enga­gie­ren sich für ein soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der und wol­len ein inter­sek­tio­na­les Ver­ständ­nis von Sicht­bar­keit för­dern. Ein wei­te­res Ziel die­ses Mani­fes­tes ist es, die bereits bestehen­den Soli­da­ri­tä­ten sicht­ba­rer zu machen und mehr Raum für Zuge­wandt­heit und Aus­tausch zu schaffen.

Die­ses Mani­fest soll kein ein­ma­li­ges Bekennt­nis­pa­pier sein, son­dern ver­steht sich als Dia­log­an­ge­bot und ‑grund­lage. Denn um Ver­bin­dun­gen zu schaf­fen, braucht es Ver­trauen, Res­sour­cen und die Aner­ken­nung der unter­schied­li­chen Vul­nera­bi­li­tä­ten aller Men­schen im LSBTIQ*-Spektrum. Wir ermu­ti­gen alle Unter­zeich­nen­den mit­ein­an­der in Kon­takt zu tre­ten, Wis­sen und Res­sour­cen zu bün­deln, sich aus­zu­tau­schen, Gemein­sa­mes zu initi­ie­ren und in Bewe­gung sein.

Lesbisch*.Sichtbar.Berlin plant in die­sem Jahr das Mani­fest beglei­tende the­ma­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen. Wir freuen uns, dass bereits 20 Pro­jekte und Initia­ti­ven zu den Erst­un­ter­zeich­nen­den gehö­ren. Wir erken­nen an, dass nicht alle die struk­tu­rel­len Res­sour­cen oder die Zeit haben, sich für eine Unter­zeich­nung des Mani­fes­tes zeit­nah zu ent­schei­den. Des­we­gen laden wir aus­drück­lich alle NGOs, Pro­jekte und Initia­ti­ven, die queer­po­li­tisch arbei­ten oder die Inter­es­sen von quee­ren Men­schen ver­tre­ten, dazu ein, sich dem Mani­fest nach der Erst­ver­öf­fent­li­chung anzu­schlie­ßen und mit Lesbisch*.Sichtbar.Berlin in Kon­takt zu treten.

Wir bedan­ken uns bei den erst­un­ter­zeich­nen­den Organisationen:

ABqueer, BLN Ber­lin Les­bian Non-Binary Film­fest, Bun­des­stif­tung Magnus Hirsch­feld, ComE In, CSD Ber­lin, CSD Pride, dgti, GLADT, Les­ben­be­ra­tung Ber­lin, Les­Le­Fam, Les­Mi­graS, Migra­ti­ons­rat, Paula Panke, Pink­Dot, Quar­te­era, Schwu­les Museum, sonn­tags­club, Spinn­bo­den Les­ben­ar­chiv und Biblio­thek, Tra­ves­tie für Deutsch­land, TrIQ

Char­lotte von Schuck­mann und Ste­pha­nie Kuh­nen für
Lesbisch*Sichtbar.Berlin

Les­bisch*. Sicht­bar. Ber­lin besteht seit 2018 und ist ein Pro­jekt zur Ver­net­zung der L*-Communities und der Les­ben* in Ber­lin. Das Struk­tur­pro­jekt erfragt die Bedarfe und The­men­fel­der der Pro­jekte und ent­wi­ckelt im Aus­tausch mit einem Fach­bei­rat, in Koope­ra­tio­nen, Expert*innengesprächen sowie mit der LSBTIQ*-Community Maß­nah­men für „les­bi­sche Sicht­bar­keit“ im Sinne von gesell­schaft­li­cher Teil­habe und Anerkennung.

https://lesbisch-sichtbar.berlin/

Down­load der Pres­se­mit­tei­lung Mani­fest zum IDA­HO­BIT 2021

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