Por­trait­se­rie: 3 Fra­gen an Ber­li­ner Aktivist*innen

Teil 10: Sabine Beck

#sicht­bar­so­li­da­risch

Sabine Beck #sichtbarsolidarisch

Sicht­bar soli­da­risch! Lesbisch*.Sichtbar.Berlin stellt 3 Fra­gen an Ber­li­ner Aktivist*innen. Die Viel­falt und die lange Geschichte des les­bi­schen* und quee­ren Akti­vis­mus in Ber­lin beruht auf dem gro­ßen Enga­ge­ment vie­ler Men­schen. Mit unse­rer Por­trait­se­rie möch­ten wir einige von ihnen würdigen.

 

Name: Sabine Beck

 

Kurz­vor­stel­lung

Ich bin in einem klei­nen Dorf in der Schweiz auf­ge­wach­sen und vor über 11 Jah­ren nach Ber­lin gezo­gen. Neben mei­nem Phi­lo­so­phie­stu­dium habe ich mich in ver­schie­de­nen sozia­len und poli­ti­schen Kon­tex­ten ehren­amt­lich enga­giert. Auf der Suche nach einer sinn­vol­len Tätig­keit habe ich nach dem Abschluss begon­nen, Soziale Arbeit im Zweit­stu­dium zu stu­die­ren. Par­al­lel habe ich erste Erfah­run­gen in der Arbeit mit gewalt­be­trof­fe­nen Frauen gesam­melt. Seit bald drei Jah­ren bin ich nun Pro­jekt­lei­te­rin von L‑Support. Bei L‑Support setze ich mich dafür ein, les­ben­feind­li­che Gewalt sicht­bar zu machen und Betrof­fene zu unter­stüt­zen. Pri­vat beschäf­tige ich mich viel mit Inklu­sion, gärt­nere auf mei­nem Fens­ter­brett und düse mit dem Fahr­rad durch Berlin.

 

Was bedeu­tet les­bi­sche* Sicht­bar­keit für dich?

Les­bi­sche* Sicht­bar­keit bedeu­tet für mich, les­bi­sches Leben zu zei­gen und auch zu sehen. Reprä­sen­ta­tion sollte selbst­ver­ständ­lich sein – auf der Straße, in den Medien und in der Poli­tik. Des­halb ist es mir wich­tig, auch selbst zu mehr les­bi­scher* Sicht­bar­keit bei­zu­tra­gen. Les­bi­sche* Sicht­bar­keit muss viel­fäl­tig sein, um zu zei­gen, dass les­bi­sches* Leben mehr­di­men­sio­nal ist. Les­ben sind queer, trans*, behin­dert, von Ras­sis­mus betrof­fen oder weiß, nicht binär, haben Fami­lien, sind alt oder jung…

 

Wel­che Idee wür­dest du gerne verwirklichen?

Eine Aus­tausch­platt­form für unter­schied­li­che Orga­ni­sa­tio­nen aus der Com­mu­nity wäre toll. Ich stelle mir vor, dass sich Orga­ni­sa­tio­nen aus ver­schie­de­nen Genera­tio­nen und ver­schie­de­nen poli­ti­schen Strö­mun­gen gegen­sei­tig zuhö­ren und auf Augen­höhe kom­mu­ni­zie­ren, um von­ein­an­der zu ler­nen und inklu­si­ver zu werden.

 

Deine Wün­sche an die Ber­li­ner LSBTIQ*-Community…

Ich wün­sche mir in der Com­mu­nity mehr Aus­ein­an­der­set­zung mit Inter­sek­tio­na­li­tät und die Bereit­schaft, auf­ein­an­der zuzu­ge­hen und ein­an­der zuzu­hö­ren. Dazu gehört für mich auch, die eigene Posi­tio­nie­rung und Pri­vi­le­gien radi­kal zu hin­ter­fra­gen, Macht­struk­tu­ren auf­zu­bre­chen und soli­da­risch zu sein.

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